17. Oktober 2017

 
Regio 144 AG
Spitalstrasse  29
8630 Rüti ZH

Zehn Jahre über Pensionsalter hinaus Notarztdienst geleistet

13 Jahre lang war Bruno Lenherr Tag und Nacht im ganzen Oberland als Notarzt unterwegs. Nun hat auch für ihn der verdiente Ruhestand begonnen.

29. Januar 2016


In einem Alter, in dem andere Menschen schon seit zehn Jahren ihren verdienten Status als Pensionierte geniessen, geht nun auch er in den Ruhestand: Dr. Bruno Lenherr. Ein Schritt, der doppelt bemerkenswert ist, tritt der Ustermer doch nicht nur in ungewöhnlich hohem Alter zurück, sondern auch aus einem sehr fordernden Job. Lenherr war nämlich die vergangenen 13 Jahr als Notarzt (NA) für die Regio 144 und eine ihrer Vorgängerorganisationen tätig gewesen.

Erster Notarzt, den Spital Uster stellte

Begonnen hatte Lenherrs NA-Karriere 2002. Der damals am Spital Uster in leitender Funktion tätige Anästhesist war angefragt worden, ob er sich nicht am Notarztdienst im Zürcher Oberland beteiligen wolle, der nicht lange zuvor aus der Taufe gehoben worden war. „Und da habe ich das Gefühl gehabt, ich und das Spital Uster sollten da mitmachen.“ Ein bedeutungsvoller Entscheid, kam er doch quasi auch einem Bekenntnis des Spitals Uster gleich, sich fortan partnerschaftlich am regionalen NA-Dienst zu beteiligen – eine Kooperation, die heute bestens funktioniert und massgeblich dazu beiträgt, dass immer genügend Fachpersonal für diesen Dienst verfügbar ist.   

Nachtdienst? Selbstverständlich!

Über 1000 Einsätze hat Bruno Lenherr bis zu seinem Abschied Ende 2015 geleistet. Es war für ihn immer selbstverständlich, Nacht- und Zusatzschichten zu übernehmen. Notabene auch noch als 74-Jähriger und damit im krassen Gegensatz zu vielen 50-Jährigen, die beim Arbeitgeber vorstellig werden und bitten, nicht mehr im Schichtdienst tätig sein zu müssen. Einsätze, in denen Lenherr zuweilen sehr Trauriges erlebte, etwa die Fälle von plötzlichem Kindstod, „wo man auch als Notarzt machtlos ist“.

Freude über gute Zusammenarbeit mit Sanitätern

In Erinnerung bleiben ihm aber vor allem „die Freude am Notarzt-Job“. Einen Job, in dem „ich immer mit guten Rettungsdienst-Teams zusammenarbeiten durfte“.

Dieses Lob geben die Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter gerne zurück: Bruno wurde von allen ausserordentlich geschätzt. Er beeindruckte auch in schwierigen Einsätzen durch Ruhe, Gewissenhaftigkeit und soziale wie fachliche Kompetenz; eingeschlossen das bei Senioren bei weitem nicht selbstverständliche Interesse und Verständnis für die immer wieder neuen, immer komplexeren technischen Gerätschaften im Notarzteinsatzfahrzeug. Kurz: Bruno Lenherr war – und bleibt – ein überaus geschätzter Kollege für alle Mitarbeiter der Regio 144.
 
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